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Doppelstockwagen zwischen Hamburg und Lübeck

Ab dem Sommerfahrplan 2006 wird die Regionalbahn Schleswig-Holstein Doppelstockwagen zwischen Hamburg und Lübeck einsetzen.
Bis Ende 2006 sollen dann insgesamt 28 Doppelstockwagen die bisher eingesetzten modernisierten Silberlinge in den Regionalexpresszügen ergänzen bzw. ersetzen. Die Doppelstockwagen sollen dann auch bis auch bis Lübeck-Travemünde durchfahren. Gefertig werden die Wagen im Bombardier Werk Görlitz und kosten rund 38,5 Millionen Euro. Die Kosten werden von der Regionalbahn Schleswig-Holstein (RBSH) getragen und mit sechs Mio. Euro vom Land Schleswig-Holstein bezuschusst. Mit dem Einsatz der neuen Doppelstockwagen möchte die Bahn das Angebot auf dieser Strecke noch weiter verbessern. Das Platzangebot vergrößert sich von heute 388 Sitzplätzen bei den Standardzügen auf 560 Sitzplätze und bei den verstärkten Zügen von 610 auf knapp 800. Die Ausweitung des Hamburger Verkehrsverbund bis nach Reinfeld, ein Bahnhof vor Lübeck, hatte hier auch zu einem deutlichen Fahrgastzuwachs geführt. Die Loks der Baureihe 218 sollen für den größeren Energiebedarf der klimatisierten Doppelstockwagen noch ertüchtigt werden. Bereits die Lübeck-Büchener-Eisenbahn setzte ab 1936 im Schnellverkehr zwischen Hamburg und Lübeck Doppelstockwagen ein. Die Doppelstockwagen gingen später zur Reichs- und Bundesbahn über und fuhren noch bis 1977 zwischen Hamburg und Lübeck. (Februar 2005)

Vier Fahrtreppen nach Kasachstan

Am morgen des 23. November wurden im Güterbahnhof Hamburg-Billbrook der AKN Eisenbahn AG, vier Fahrtreppen auf Güterwagen verladen. Lediglich einige hundert Meter von dem Thyssen Krupp Herstellerwerk mussten die Fahrtreppen per LKW auf der Straße befördert und mit Kränen auf die Eisenbahnwaggons umgeladen werden. Nicht alles war bei dem Transport planmässig verlaufen. Zwei Güterwagen fehlten morgens im Güterbahnhof Billbrook. Kay-Uwe Müller-Gericke von Transa, musste noch mal kurz bei der AKN anrufen, bis dann zwei Stunden später die fehlenden zwei Güterwagen von der AKN Lok V 2.017 aus Tiefstack gebracht wurden. Die Fahrtreppen waren bestimmt für ein Einkaufszentrum im kasachischen Almaty. Mit dem Transport wurde die Stinnes-Tochter Transa von Thyssen Krupp beauftragt. Nur ein kurzes Stück von Hamburg-Billbrook wurden die vier Fahrtreppen von einer AKN Lok gezogen. Ab Hamburg-Rothenburgsort, wurden die Fahrtreppen in einem Railion Güterzug weiterbefördert, erläuterte Sabine Brunkhorst von der Bahn. Almaty, die „Stadt der Apfelbäume“ am Fuße des Tienshan-Gebirges ist mit 1,25 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die Fahrtreppen des Herstellers Thyssen Krupp Fahrtreppen GmbH haben ein Gewicht von jeweils 8,5 Tonnen, eine Breite von ca. 1,5 Metern und eine Förderhöhe von 5,10 Metern und wurden unzerlegt mit der Bahn transportiert. Nach einer vierwöchiger Reise über Seddin nach Brest und einer weiteren Umladung auf russische Breitspurwaggons sollen sie kurz vor Weihnachten ihren Bestimmungsort erreicht haben. Kay-Uwe Müller-Gericke, erläuterte dass der Transport nach Kasachstan auf der Schiene günstiger sei, wie auf der Straße. Die Fahrtreppen gingen auf eine Reise von rund 5000 Kilometern. (12.2004)

Nachtdurchfahrt in Hamburg

Seit dem Wochenende nach dem Fahrplanwechsel, fahren seit der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember die Hamburger U- und S-Bahnen die ganze Nacht durch. Die Bahnen fahren im 20-Minuten Takt wenn auch nur auf dem Hamburger Stadtgebiet. So endet die S 1 bereits in Blankenese statt in Wedel, die S 21 fährt nur bis Altona statt nach Elbgaustraße und spart so die S 31 ein und die S 3 fährt nur bis Elbgaustraße statt bis nach Pinneberg. Auch die U-Bahnlinie U 1, welche an beiden Endstationen in Schleswig-Holstein endet, fährt nachts nur bis nach Ochsenzoll und Volksdorf statt nach Norderstedt-Mitte, Ohlstedt und Großhansdorf.
Das neue Angebot wurde von den Fahrgästen gleich in der ersten Nacht sehr gut angenommen. Zum Beginn der Nachtdurchfahrten veranstaltete der Hamburger Verkehrsverbund auf ausgewählten Bahnhöfen Konzerte verschiedener Bands und Musiker. Der HVV möchte das Projekt „Tunneltöne“ fortführen. Ein Großteil der Hamburger Nachtbuslinien fahren an Wochenende nicht mehr. (12.2004)


Tempo 230

Ab dem 12. Dezember 2004 fährt die Bahn zwischen Hamburg und Berlin, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 K/mh. Die bisherige Höchstgeschwindigkeit betrug bislang 160 K/mh. Rund eineinhalb Stunden benötigt der ICE dann für diese Strecke. Roland Heinisch, Vorstand Fahrweg der Deutschen Bahn AG sagte in Hamburg: „Mit Aufnahme des Schnellverkehrs auf der Ausbaustrecke Hamburg - Berlin haben wir einen weiteren Meilenstein bei der Modernisierung unserer Infrastruktur zugunsten eines attraktiven Schienenverkehrs erreicht. Innerhalb von vier Jahren nach der politischen Entscheidung haben wir auf der bestehenden Strecke in einem enormen Kraftakt zahlreiche Weichen angepasst, Schotterlagen verstärkt, Schienen und Schwellen ausgewechselt, Stellwerksanlagen und Brücken erneuert sowie Oberleitungsanlagen angepasst.“ Es wurden 56 Bahnübergänge zwischen Hamburg und Berlin beseitigt. Mit Tempo 230 übertrifft der ICE auch die frühen Rekorde des legendären Fliegenden Hamburgers und dem Schienenzeppelin. Zwischen Hamburg und Berlin werden ICE und IC Züge fahren. Auch die IC Züge von Hamburg in Richtung Schwerin und Rostock, können schneller fahren und gewinnen 10 Minuten. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten führte die Bahn Zulassungsfahrten mit dem ICE-S 410 101 und 102 durch. Der Messzug fuhr mit bis zu 253 km/h, was bedingt war dass der Messzug 10 Prozent schneller fahren muss, wie die späteren Planzüge. Die Messfahrten fanden auf der ganzen Strecke zwischen Hamburg und Berlin statt. Hierbei wurde das Laufverhalten des Fahrzeugs sowie das Zusammenwirken des Stromabnehmers und der Oberleitung auf der Strecke vorschriftsmäßig geprüft. In dem Zug war ein Mittelwagen eingestellt, in dem sich die Messeinrichtungen befinden. Da nur der Triebkopf 410 101 über Messeinrichtungen verfügt, musste der Zug für die Messfahrten zwischen Hamburg und Berlin mehrfach gedreht werden. Am 26. und 27. Oktober fanden die letzten Messfahrten zwischen Hamburg-Billwerder und Büchen statt. Kleine Mängel wurden bei den Fahrten entdeckt und gleich weitergeleitet um diese zu beheben. Angelika Theidig von der Bahn zeigte sich mit den Messfahrten zufrieden.
Zur Eröffnung der schnellen Verbindung hat die Bahn ein Schnupperangebot. Vom 12. bis 19. Dezember 2004 gilt: pro Tag und Richtung bietet die Bahn 1.000 Plätze für 19 Euro in der zweiten Klasse an. Der Vorverkauf beginnt am 1. Dezember. Von jedem 19-Euro-Ticket, das die Bahn für den 12. Dezember verkauft, werden zehn Euro für eine Aktion mit dem Deutschen Kinderhilfswerk gespendet. (11.2004)


Von Lübeck nach Verona

Seit dem 20. November fährt ein neuer Güterzug im Kombinierten Verkehr, von Lübeck-Skandinavienkai nach Verona. Immer mittwochs und samstags in Richtung Süden und donnerstags und sonntags in Richtung Norden. Die reine Fahrtzeit des Zuges beträgt rund 21 Stunden. Die Traktion des aus 28 Waggons bestehenden Zuges hat das private Eisenbahnverkehrsunternehmen TX-Logistik übernommen. Betreiber von dem Zug sind die Post-Tochter DHL Express (Stockholm) und die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG). 18 Stellplätze werden durch DHL genutzt. Die Vermarktung der zehn weiteren Stellplätze hat die LHG übernommen. Sie werden Kunden des Lübecker Hafens und auf dem freien Markt angeboten und sind vor allen an die Transporteure gerichtet, die ihre Italien-Ladung bislang noch auf der Straße befördern. Die LHG erklärte, dass bereits die ersten zwei Abfahrten “hervorragend” gebucht wurden. Transportiert werden zunächst Trailer, Wechselbrücken und Container im Kombinierten Verkehr. Es ist vorgesehen, das Angebot ab Anfang 2005 auch auf Waggons mit konventioneller Ladung auszudehnen. Als erster Ostseehafen vermarktet die LHG damit direkt Bahnleistungen zwischen der Ostsee und dem europäischen Hinterland. Der LHG Geschäftsführer Hans-Gerd Gielen sagte zu dem Zug: "Die LHG ist bestrebt, den Bahnanteil im Zu- und Ablauf des Lübecker Hafens, der derzeit bei 15 Prozent des gesamten Ladungsquerschnitts liegt, in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Dass Schienenverbindungen attraktiv sein können, beweist der Verona-Zug aufs Neue. Die kommende Lkw-Maut ist ein weiteres wichtiges Argument für die Nutzung der Bahn”. Stefan Nilsson von DHL aus Schweden, hebt bei dem neuen Zug hervor, umweltfreundlicher und pünktlicher zu fahren, wie auf der Straße. Aber auch die Kosteneffizienz spielt für DHL eine wichtige Rolle. Die Traktion des Zuges auf der nicht elektrifizierten Strecke zwischen Hamburg und Lübeck wird von Diesellokomotiven und Personal der LHG Service-Gesellschaft durchgeführt. In Hamburg-Rothenburgsort findet der Lokwechsel statt. Für den Zug hat sich die LHG, zu ihrer eigenen Ost V 100 zwei weitere Ost V 100 gemietet. Von Hamburg aus wird der Zug mit einer TXL Lok vom Typ “Taurus” (182) oder “Traxx” (185) gefahren. (1.2005)

Neue Hallenheizug im Bw Ohlsdorf

Die S-Bahn Hamburg GmbH hat am 18. Februar im S-Bahn Werk Hamburg-Ohlsdorf offiziell ein neues Strahlungsheizsystem in Betrieb genommen. Die S-Bahn Hamburg GmbH investierte in dieses neuartige Heizungssystem rund 270.000 Euro. Im Rahmen des Förderprogramms „Unternehmen für Ressourcenschutz“ hatte die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt das Projekt mit einer Summe in Höhe von 50.000 Euro bezuschusst. Das neue Heizsystem spart jährlich rund 3.400 Megawattstunden Heizenergie und verringert den CO2-Ausstoß um jährlich rund 700 Tonnen. Das neue Strahlungsheizsystem beheizt drei Hallen mit insgesamt 12.000 Quadratmeter Fläche. In der vierten Halle wurde die Warmluftheizung durch energieoptimierte Geräte ersetzt, da hier eine Strahlungsheizung aufgrund der Deckenkräne nicht einsetzbar ist. In den Hallen werden die Wartungs- und Fristarbeiten an den S-Bahntriebwagen durchgeführt. Durch den Einsatz von Dunkelstrahlern wird der Energiebedarf deutlich reduziert, wodurch sich Kosteneinsparungen von rund 100.000 Euro pro Jahr ergeben. Die komplette Anlage wurde von DB Energie im Wege des Wärmecontractings, einer besonderen Form des Mietkaufs, vergeben. Die Hamburger S-Bahn finanziert dieses Modell durch eingesparte Energiekosten. (2.2005)



Erste OHE Ellok

Nach der Beschaffung von vier Blue Tiger Lokomotiven, beschaffte sich die Osthannoversche Eisenbahn AG (OHE) nun noch über Angel Trains ihre erste Ellok. Bei der Lok handelt es sich um eine Bombardier Lok, vom Typ Traxx mit der Betriebsnummer 185 534. Die OHE ist auch ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) mit einem großen eigenen Streckennetz in Niedersachsen. Diese Streckennetz ist jedoch nicht elektrifiziert und auf diesem wird nur Güterverkehr betrieben. Die OHE expandierte in letzter Zeit jedoch stark aus dem Streckennetz heraus und beschaffte dazu auch die Ellok. Die 185 bespannt Containerzüge zwischen Bremerhaven und Ingolstadt. In Flügelzügen fährt die Ellok weiter bis nach Celle. Ein weiterer Flügelzug in den Hamburger Hafen wird von einem OHE Blue Tiger bespannt. Die Wartung von der Ellok soll vorrangig in dem Betriebswerk Uelzen vorgenommen werden. Sonntags ist die Ellok jedoch in der Regel im Betriebswerk Celle abgestellt. In Celle ist der Sitz der OHE und das dortige Betriebswerk ist ebenfalls nicht elektrifiziert. In Uelzen befindet sich das Metronom Betriebswerk, welches jedoch der OHE gehört, da auch die OHE über die Niedersachsenbahn an dem Metronom beteiligt ist. (2.2005)



D&D und PBSV setzen auf Containerverkehr


Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Dehns und Dehns (D&D) aus Hagenow, setzt verstärkt auf Containerverkehr. Seit Mai fährt D&D einen neuen Containerzug vom Hamburger Hafen nach Berlin. Zu den bisherigen Containerverkehren von D&D zählen Züge nach Hamburg und Bremerhaven. In Zusammenarbeit mit der Wiener Lokalbahn (WLB) fährt D&D Containerzüge zwischen Wien und Hamburg. D&D hatte auch bereits testweise einen Containerzug von Lübeck nach München gefahren, da sich dieser jedoch nicht rechnete hatte D&D diesen wieder eingestellt. Einen weiteren Versuch machte D&D mit einem Containerzug von Hamburg nach Anklam. Zum Einsatz kommen angemietete Containerwagen von AAE sowie auch eigene Wagen. Die Wagenbeschaffung ist für D&D ein etwas größeres Hindernis auf dem Weg weiter zu expandieren.
Aus dem Bauzuggeschäft hat sich D&D stark zurück gezogen. Der Bauzugmarkt ist in letzter Zeit stark zurückgegangen und die Preisentwicklung würde von Billiganbietern derzeit kaputt gemacht.
Zu den Lokomotiven von D&D gehören ehemalige V 100 und V 180 der Deutschen Reichsbahn, ferner Siemens Dispolok Taurus.
D&D ist eines der wenigen EVU welches „zugelassener Versender“ ist. Das bedeutet dass D&D die im Hamburger Hafen übernommenen Container nicht in Hamburg verzollen muss, sondern diese auch erst am Bestimmungsort dem Zollamt zugeführt werden können.
Seit Mai fährt die PBSV Verkehrs GmbH aus Magdeburg einen Containerzug zwischen Hamburg und Lübeck. Der Containerzug verbindet die beiden Häfen Hamburg und Lübeck. Zum Einsatz vor dem Zug kommt eine ehemalige Ost V 100. PBSV fährt hier im Auftrag Überführungs- und Zubringerfahrten. Zu dem Auftraggeber wollte PBSV keine Angaben machen. In der Startphase kamen noch als Notlösung Niederbordwagen von Bauzugfirmen zum Einsatz. Nach Angaben von PBSV sollen die Bauzugwagen jedoch schnellstmöglich durch gewöhnliche Containerwagen ersetzt werden. (Mai 2005)
Lars Brüggemann

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Bahnfahrkarten beim Discounter

Die Deutsche Bahn wollte vom 19. bis zum 28. Mai 2005 eine beschränkte Anzahl besonders günstiger Bahnfahrkarten bei dem Lebensmittel-Discounter Lidl verkaufen. Ein Fahrkartenpaket für zwei Fahrkarten einfacher Fahrt, beliebiger Länge kosteten 49,90 Euro. Die Anzahl der Fahrkarten war bereits beschränkt und es bildeten sich am 19. Mai 2005 frühmorgens vor allen deutschen Lidl Supermärkten lange Schlangen. In vielen Geschäften waren die Fahrkarten bereits innerhalb von 10 bis 15 Minuten ausverkauft. Kunden die am 19. Mai 2005 frühmorgens vergeblich warteten, hatten noch die Möglichkeit sich auf eine Warteliste setzen zu lassen und bekamen teilweise noch später das heiss begehrte „Lidl Ticket“. Nach dem 19. Mai 2005 war es regulär nicht mehr möglich das Lidl Ticket an der Kasse eines Supermarktes zu kaufen.
Unmut über das Ticket kam vorwiegend bei denen auf, die kein Lidl Ticket mehr bekommen haben. Auch diejenigen die an den Tickets nicht verdienen konnten, wie Reisebüros übten Kritik an dem Fahrkartenverkauf. Kurz nach dem Verkauf gab es unzählige Angebote der Fahrkarten im Onlineauktionshaus Ebay. Die Bieter bei Ebay waren häufig bereit mehr als 100 Euro für ein Lidl Ticket zu zahlen. Bei der DB zeigte man sich über den großen Ansturm auf das Ticket sehr überrascht.
Die Reisenden müssen mit dem Ticket mindestens einen Teil ihrer Reise in einem Fernzug fahren. Das Lidl Ticket gilt auch Privatbahnen die in der Tarifgemeinschaft bundeseigener und nichtbundeseigener Eisenbahnen sind, wie Connex Sprecher Matthias Roeser erklärte. Roeser ergänzte weiter, das dieses Ticket natürlich nicht im Interconnex gelte. Problemlos wäre zum Beispiel eine Fahrt von Flensburg mit der Nord-Ostsee-Bahn bis nach Lenggries mit der Bayerischen Oberlandbahn. Dazwischen müsste dann nur eine Fahrt mit einem IC oder ICE der DB liegen. Die Tickets sind noch bis zum 3. Oktober 2005 gültig. Eine Fahrkarte gilt für einen Tag bis 10 Uhr des Folgetages, wie Frank Schönwald von der Bahn erklärte. (Mai 2005)

Lars Brüggemann

Personenzüge nach Lüchow

Michael Hintze fährt gemütlich mit dem T 5 der Prignitzer Eisenbahn (PEG) zwischen Dannenberg-Ost und Lüchow hin und her. Kleinere Schäden behebt er unterwegs und schafft es dennoch den Fahrplan einzuhalten. Hintze ist freiberuflicher Lokführer und fährt meistens für die PEG, mit dem Uerdinger ist er vertraut, den kennt er und weiss er zu reparieren.
An bestimmten Wochenenden fahren nun wieder Züge auf der seit Jahrzehnten stillgelegten Bahnstrecke von Dannenberg-Ost nach Lüchow. Zuerst setzte die Streckeneigentümerin Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) einen GDT Triebwagen der PEG ein. Seit April fährt nun ein Uerdinger Schienenbus der PEG auf der Nebenbahn. Wenn die PEG keinen weiteren Bedarf für den Schienenbus hat, wird dieser in Lüchow in einem Gleisanschluss abgestellt. Das Angebot richtet sich vorwiegend an Ausflügler und Einheimische. In Lüchow ist auch zu den Fahrten die Bahnhofskneipe im alten Bahnhofsgebäude geöffnet. (Mai 2005)

Lars Brüggemann
Metronom mit Güterzuglok

Bedingt durch einen Fahrzeugengpass bei dem Metronom, nach dem Unglück mit der Lok 146-10 am 13. März 2005, hatte sich die Metronom Eisenbahngesellschaft von der luxemburgischen Staatsbahn CFL die Bombardier Traxx Lok 185 524-6 angemietet. Die Lok kommt jedoch nur in einem Umlauf, mit einem auf vier Wagen verkürzten Zug zum Einsatz. In der Regel fahren die Metronom Züge mit sechs oder acht Wagen. In dem Zug befindet sich auch der Steuerwagen aus dem Unglückszug, welcher den Zusammenstoss mit dem DB 634 jedoch heil überstanden hatte. Die acht Wagen Züge wurden auf sieben Wagen gekürzt und diese Wagen auf den Zug mit der 185 verteilt. Da die Metronom Züge stets mit 160 Km/h fahren und die 185 nur 140 Km/h erreicht, hatte man sich für den vier Wagen Zug entschieden. So schafft die Lok problemlos den Fahrplan einzuhalten. Jedoch kommt der Zug nur in einem Umlauf von Uelzen nach Hamburg und zurück in der Mittagszeit zum Einsatz. Ein Einsatz des Zuges mit der 185 in weiteren Zügen zu anderen Zeiten wäre nicht möglich, da hier der Fahrgastandrang so gross wäre, dass die vier Wagen nicht ausreichen. Da die CFL 185 nicht über das Technikbasierte Abfertigungsverfahren (TAV) verfügt, muss dieser Zug von Zugbegleitern auf allen Bahnhöfen abgefertigt werden. Ansonsten ist die Lok mit den Bombardier Doppelstockwagen, wie dem Wendezugbetrieb kompatibel. Auf der Verbindung zwischen Hamburg und Bremen kommt dieser Zug nicht zum Einsatz.
(Mai 2005)

Lars Brüggemann

Erste EVB Neubaulok

Am 16. März 2005 fand in dem Bahnhof von Bremervörde die feierliche Übergabe der Siemens Neubaulok vom Typ Eurorunner an die EVB statt. Jedoch verfügt die EVB bereits über zwei Siemens Dispoloks vom Typ Taurus, nur sind diese lediglich angemietet. Bereits am 22.02.2005 nahm der EVB-Eisenbahnbetriebsleiter Harald Uhle die Lok im Siemens-Werk München-Allach in Empfang. Bei der EVB bekam die neue Lok die Nummer 420 11 und die EVB möchte die 80 Tonnen schwere Lokomotive für das NTT 2000-Zugsystem einsetzen. Hierbei handelt es sich um Verkehre für die im Jahr 2000 gegründete Gesellschaft NTT 2000 GmbH (Neutral Triangle Train), in deren Rahmen Container auf der Schiene zwischen den Seehäfen Hamburg, Bremerhaven und Bremen transportiert werden. Doch die EVB erwägt sich noch einen zweiten Eurorunner zu beschaffen, es besteht eine Option für eine zweite Lok. Die neue Lok soll jedoch nur die bisherigen Loks ergänzen, wie die ehemaligen Bundesbahn 212, 219 und 220, sowie Reichsbahn Ludmilla. Die älteren Loks sollen nicht ausgemustert werden und bleiben auch weiterhin im Einsatzbestand. Die EVB erhofft sich durch die LKW-Maut einen Anstieg im Güterverkehr und hebt hier die umweltfreundliche Alternative der Schiene hervor. Mit der neuen Lok verspricht man sich jedoch auch Einsparungen im Wartungsaufwand oder bei Kraftstoffkosten. Die EVB hatte vor der Beschaffung auch einen Blue Tiger getestet und hat dazu noch eine G 2000 von Vossloh angemietet. Die EVB kam jedoch zu der Überzeugung dass sich der Eurorunner für die EVB sich am besten eignet. Da die Loks auch über die EVB eigenen Strecken nach Bremervörde fahren müssen, würde sich der sechsachsige Blue Tiger auch weniger für die Infrastruktur der eingleisigen EVB Strecken eignen.
Siemens erhofft sich durch den Verkauf des ersten Eurorunner an die EVB weitere Kunden für die Lok in Norddeutschland zu finden. Siemens orientiert sich verstärkt auf das Privatbahngeschäft und sieht hier für die Zukunft gute Absatzchancen. (März 2005)

Lars Brüggemann


472 im AW Krefeld

Die S-Bahn Hamburg GmbH hat bereits sechs ihrer Triebwagen der Baureihe 472 ausgemustert, einer davon, der 472 211, wird jedoch nicht verschrottet und ging in die Hamburger Feuerwehrschule. Dort soll der Zug der Schulung von Feuerwehrleuten dienen um Notfallsituationen an S-Bahnzügen realistisch zu simulieren. Britta Bürger, die Sprecherin der Hamburger S-Bahn erklärte, dass einige der 472 zu extern ausgelagerten Reparaturarbeiten in das Ausbesserungswerk in Krefeld überführt werden. Sechs bis acht Züge sollen noch nach Krefeld überführt werden. Dazu werden die Triebwagen an beiden Zugenden mit Schutzwagen versehen und der Zug von einer Diesel- oder E-Lok gezogen. In diesem Jahr wird die Hamburger S-Bahn ihr Redesign Programm an der Baureihe 472, der Baujahre 1974 bis 1984 abgeschlossen haben. Drei Züge müssen noch in das Redesign Programm, Britta Bürger rechnet im Sommer mit der Fertigstellung des letzten Zuges. Damit werden alle Züge im einheitlichen rot lackiert sein und auch von der Inneneinrichtung auf einem einheitlichen modernen Stand gebracht sein. 2007 möchte die Hamburger S-Bahn die Zweisystem-S-Bahn nach Stade in Betrieb nehmen. In Hamburg-Neugraben wechseln dann die Gleichstrom Züge in das Wechselstrom Netz der Fernbahn und fahren unter Fahrdraht bis nach Stade. Im S-Bahn Werk Ohlsdorf wird derzeit die alte Triebfahrzeughalle modernisiert, hier sollen in Zukunft die Zweistrom-Triebwagen für die S-Bahn nach Stade gewartet werden. Die Kosten für die Umrüstung des Werkes, für die Zweistrom-Triebwagen belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, so Jürgen Fenske Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg GmbH. Die Hamburger S-Bahn beabsichtigt im April 2006 das erste Zweistrom-Fahrzeug in Betrieb zu nehmen.
Die S-Bahn Hamburg wertete ihre Entwicklung im letzten Jahr als durchaus positiv, so Jürgen Fenske und Thomas Prechtl, der kaufmännische Geschäftsführer. Die Fahrgastzahlen hätten sich von 2003 auf 2004 von 176,6 Millionen um 1 Prozent auf 178,3 Millionen gesteigert. Auch die Kundenzufriedenheit, wie im Bezug auf Pünktlichkeit sei deutlich gestiegen, so Jürgen Fenske und die Kundenbeschwerden hätten ebenfalls abgenommen. (April 2005)

Lars Brüggemann

Eurorunner vor Syltshuttle

Nach den Testfahrten mit einem Blue Tiger im Januar vor dem DB Autozug Syltshuttle zwischen Niebüll und Westerland, fanden vom 5. bis zum 8. April 2005 Testfahrten mit den Eurorunner Loks ER 20-007 und 010 statt. Sabine Brunkhorst von der Bahn erklärte zu den Testfahrten, dass hier unter anderem das Anfahrzugverhalten der Loks getestet wurde. Dieses mit einer und mit zwei Loks. Weiter führte sie aus dass der Zeitpunkt der erreichten Höchstgeschwindigkeit, der Kraftstoffverbrauch und die Bedienfreundlichkeit für die Lokführer auf den Prüfstand genommen wurden. In einem festen Fahrplan pendelten die zwei Eurorunner aus dem Siemens Lokpool zwischen Niebüll auf dem Festland und Westerland auf Sylt hin und her. Die Loks zeichneten sich durch ihre geringe Geräuschentwicklung aus und waren weitaus leiser, wie die im Januar getesteten Blue Tiger und auch wie die bislang eingesetzten 215.9. Die nächsten Testfahrten sollen mit einer Class 66 und einer Vossloh G 200.4 stattfinden.
Derzeit werden die Loks von dem DB Autozug für den Syltshuttle noch im Betriebswerk von Westerland gewartet. In Niebüll entsteht derzeit ein neues Betriebswerk an der nördlichen Bahnhofsausfahrt, für die Autozug Loks. Die Halle ist bereits im Rohbau fertig und die ersten Gleise sind auch schon verlegt. (März 2005)

Lars Brüggemann

Testfahrt die Dritte

Die Deutsche Bahn testete vom 10. bis zum 13. Mai 2005 eine Class 66 vor dem Syltshuttle, dem Autozug der zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt über den Hindenburgdamm pendelt. Zuvor wurden bereits ein Blue Tiger und ein Eurorunner getestet. Die Class 66 wurde von den Häfen- Güterverkehr Köln zur Verfügung gestellt. Die HGK Lok DE 61 zeichnete sich durch ihre geringe Geräuschentwicklung und ihr gutes Beschleunigungsvermögen aus. Die Lok war häufig im Fahrplan der 215.9 voraus. Der Blue Tiger war etwas lauter und der Eurorunner von seiner Leistung nicht so stark wie die sechsachsigen Blue Tiger und Class 66. Als vierte soll noch eine Vossloh G 2000.4 getestet werden. Der Zeitpunkt für den Test der G 2000.4 ist jedoch noch nicht bekannt.
Die DB will zum Schluss der Testfahrten mit der G 2000.4 alle Testergebnisse auswerten. (Mai 2005)

Lars Brüggemann

Itinos vorgestellt

Bombardier stellte im April 2005 in Henningsdorf erstmals den ersten fertiggestellten Itino für die Odenwaldbahn vor. In dem brandenburgischen Werk werden derzeit die Itinos für die neue Privatbahn gefertigt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen die 22 Itinos auf den Strecken Frankfurt – Hanau – Wiebelsbach-Heubach – Erbach und Darmstadt – Wiebelsbach-Heubach – Erbach – Eberbach fahren. Für zehn Jahre läuft der Vertrag für die Odenwaldbahn. Die Auslieferung der neuen Fahrzeuge soll im Sommer beginnen. Die Itinos erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern und es soll demnächst mit der Schulung der Triebfahrzeugführer begonnen werden. Die Odenwaldbahn ist eine Bietergemeinschaft der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) und der Rurtalbahn GmbH. Die Instandhaltung der Itinos, wird in einer eigenen Betriebswerkstatt erfolgen, wo auch eine Waschanlage für die Züge vorgesehen ist. (Mai 2005)

Neue Marschbahnwagen

Karl-Heinz Fischer, der Geschäftsführer der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) reiste aus Kiel mit einem vollen Bus seiner Connex Tochtergesellschaft Niebüller Verkehrsbetriebe an. In dem Bus waren Ehrengäste, Mitarbeiter und Journalisten. In Henningsdorf dem Bombardier Werk, erwartete Ulrich Bieger von Bombardier bereits die Gäste aus Kiel. Der neue Münchener U-Bahnwagen und ein erster Itino für die Odenwaldbahn standen schon bereit, für das „Roll-on“ der ersten vier Marschbahnwagen mit der MaK DE 2700-02 und 146 519. Fischer stand der stolz ins Gesicht geschrieben, dass er nun seine Wagen erstmals vorstellen konnte. Die Wagen sind geräumig, die Beinfreiheit ist gross, die Gepäckablagen bieten viel Stauraum für Gepäck, ein Großabteil bietet Platz für Fahrräder und Rollstühle. Ähnlichkeiten zu anderen Fahrzeugen dürften kein Zufall sein, bei dem Hersteller Bombardier. Die Sitze sind denen in den Bombardier Doppelstockwagen oder dem Itino gleich. Auch die Toiletten zeigen den Komfort, die Anordnung und Geräumigkeit ähnlich dem Talent. NOB Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer erläuterte zu den Wagen: „Mit diesen Fahrzeugen möchten wir neue Maßstäbe setzen, was den Reisekomfort betrifft. Merkmale wie Klimaanlage, großzügige Sitzabstände, Niederflureinstieg und Luftfederung halten damit erstmals im Regionalverkehr auf der Strecke Hamburg–Westerland Einzug.“ Schmunzelnd fügte Fischer hinzu: „die Wagen haben die Klassen 1 A und 1 B und keine erste und zweite mehr, so bequem sind die Wagen, die Sitze in der ersten Klasse sind grau und in der zweiten blau“. Während der Fahrt können die Reisenden auch Musik hören, die NOB hatte hier aus den Erfahrungen in ihren Lint Triebwagen gelernt und diese Vandalismusresistenter in die Sitze integriert, wie Fischer noch anmerkte. Der Itino komme für die NOB vorerst nicht in Frage, so Fischer. Bei der NOB setzt man nur noch auf erprobte Fahrzeugtechnik, zu sehr habe man aus den Erfahrungen mit dem Lint gelernt und dessen Pannen. Fischer erklärte weiter, auch wenn die Marschbahn Wagen eine Neuentwicklung seien, wären viele Fahrzeugkomponenten bereits in den Doppelstockwagen in Betrieb. Ab Dezember werden die Reisenden auf der Marschbahn von den Bundesbahn Silberlingen Abschied nehmen müssen. Die Fußbodenhöhe der neuen Wagen, von 80 Zentimetern erlaubt bei den vorherrschenden Bahnsteighöhen von 76 Zentimetern selbst Rollstuhlfahrern einen ungehinderten Einstieg. Das DB Personal blickt dem Ende mit Wehmut entgegen, in vielen Marschbahn Zügen kommt das DB Personal schon gar nicht mehr zum kontrolieren durch. Viele möchten zur NOB wechseln, Insider wollen jedoch wissen das die NOB nur an dem guten DB Personal Interesse habe, denn die NOB legt großen Wert auf Kundenservice. Auch die Baureihen 218 und 628 werden den Nahverkehr auf der Marschbahn verlassen.
Die neuen Wagen sollen von Hamburg aus in Richtung Düsseldorf und Berlin als Interconnex fahren. Für die Interconnex hat sich die NOB, vier Traxx Loks der Baureihe 146.2 beschafft. Die Weiterentwicklung der bewährten Nahverkehrszuglok 146.1. Südlich von Hamburg, soll jedoch die Connex Schwestergesellschaft Nordwestbahn aus Osnabrück als Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig werden. Die Durchbindung nach Berlin ist weiterhin bei Connex im Gespräch und noch nicht sicher. Auf der Marschbahn werden die Züge von den ehemaligen Siemens Dispoloks ME 26 gezogen, welche Anfangs noch in Norwegen im Einsatz waren. Die Loks wurden im Ostmecklenburgischen Bahnwerk in Neustrelitz für die Marschbahn ertüchtigt. Die ersten Loks fahren bereits Testweise vor dem Flensburg Express. Bei der NOB haben die Loks die Bezeichnung DE 2700 erhalten.
Nach den für die Zulassung notwendigen Tests sind Versuchsfahrten voraussichtlich im Großraum Berlin geplant. Im Sommer werden dann die ersten Marschbahnzüge nach Schleswig-Holstein kommen und einem intensiven Probebetrieb unterzogen. Bis zur Aufnahme des regelmäßigen Verkehrs im Dezember sollen rund 60 Wagen ausgeliefert werden, die restlichen 30 folgen bis zum Beginn der Badesaison im Frühjahr 2006. „Derzeit liegt Bombardier sehr gut im Zeitplan, und wir sind zuversichtlich, dass es auch so bleibt“, hebt Fischer zum Schluss hervor. Die Wagen aus dem einstigen Interconnex von Köln nach Rostock, die derzeit im Flensburg Express fahren, sollen vorerst auf die Marschbahn kommen. In Husum wird derzeit unter Hochdruck an dem NOB Betriebswerk gebaut. (Mai 2005)

Lars Brüggemann

AKN fährt zum Hamburger Hbf

Seit dem Fahrplanwechsel fährt die AKN Eisenbahn AG mit ihren Zügen auf den Gleisen der Hamburger S-Bahn von Hamburg-Eidelstedt bis zum Hamburger Hauptbahnhof. Wochentags ab 19.00 Uhr fahren die Züge von Kaltenkirchen bis zum Hauptbahnhof in der Hamburger Innenstadt durch; die Rückfahrten von Hauptbahnhof nach Kaltenkirchen erfolgen ab 20.00 Uhr. Sonnabends starten bereits morgens drei Züge in die Hamburger City, so dass insbesondere für Tagesausflügler die Fahrt in die Hamburger Innenstadt schneller und bequemer wird. Und abends verkehren die Züge ab 18.00 Uhr durchgehend bis spät in die Nacht weiter. Das neue Angebot gilt zunächst für eine Probezeit von bis zu drei Jahren. Bereits am 7. Dezember fuhr der Eröffnungszug mit geladenen Gästen, darunter der AKN-Vorstand Kruszynski, Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Rohwer und Hamburgs Bausenator Freytag. Der erste Planzug von Kaltenkirchen nach Hamburg Hbf fuhr dann am 13. Dezember 2004. Ebenfalls seit dem Fahrplanwechsel fahren in den Morgenstunden die AKN Züge zwischen Quickborn und Hamburg-Eidelstedt wieder im 10 Minuten Takt. Neben den Kreisen, Städten und Gemeinden entlang der AKN-Strecke, sehen auch die von den Ländern beauftragten Planungsgesellschaften, die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft LVS und der Hamburger Verkehrsverbund, deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste im Einzugsgebiet der AKN durch das verbesserte Angebot. Für die Fahrten bis zum Hamburger Hauptbahnhof setzt die AKN ihre Hybrid-Triebwagen ein, vom Typ VTA, die sowohl dieselelektrisch betrieben auf den AKN-Strecken verkehren als auch für die Fahrt auf dem elektrisch betriebenen Schienennetz der Hamburger S-Bahn eingesetzt werden können. Abgestellt werden die Triebwagen im Abstellgleis der S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof sowie im Kehrgleis Hamburg-Hasselbrook westlich vom Hauptbahnhof. Die AKN Triebwagen müssen häufig im Kehrgleis Hasselbrook abgestellt werden, da auf dem Abstellgleis „Gleis 41“ am Hauptbahnhof der Reservezug der Hamburger S-Bahn abgestellt ist. (12.2004)

Streit um Buslinie

Seit über 50 Jahren fahren die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zwischen Lauenburg und der Hamburger Innenstadt die Schnellbuslinie 31. Erst vor etwa einem Jahr beschaffte sich die VHH einen modernen Setra Doppeldeckerbus für die Schnellbuslinie. In Hamburg hatte man jedoch beschlossen zum Fahrplanwechsel diese Linie einzustellen und auf dem Abschnitt zwischen Hamburg-Bergedorf und Lauenburg durch eine zuschlagfreie Eilbuslinie E 38 zu ersetzen. Die Fahrgäste sollten in Hamburg-Bergedorf in die S-Bahn umsteigen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Kiel hatte der VHH jedoch keine Einstellungsgenehmigung erteilt. Daher fährt die VHH diese Buslinie weiter. Die Freie und Hansestadt Hamburg wollte sich nicht mehr an den Kosten der Buslinie beteiligen. Die VHH wurde völlig Überrascht, dass für die neue Linie E 38 keine Genehmigung vorlag. Sie musste schnell improvisieren, die Dienstpläne wieder umstellen und die Fahrgäste informieren. Die Fahrgäste reagierten auf den Weiterbetrieb durchaus positiv und haben von der Buslinie besonders zum Weihnachtseinkauf in der Hamburger Innenstadt starken Gebrauch gemacht. Die VHH informierte seine Fahrgäste nüchtern und sachlich im Internet: "Sehr geehrte Fahrgäste, wie Ihnen bekannt sein wird, sollte die SchnellBus-Linie 31 auf Grund einer Entscheidung der zuständigen Fachbehörde eingestellt werden. Auf dem Abschnitt Lauenburg-Geesthacht-Bergedorf war als Ersatz für die Linie 31 eine EilBus-Linie E38 vorgesehen. Da die personenbeförderungsrechtliche Genehmigung für diese Änderung noch nicht erteilt werden konnte, werden wir in Erfüllung unserer Betriebs- und Beförderungspflicht zunächst den Betrieb der Linie 31 bis auf weiteres fortführen". Das Landesamt in Kiel vertritt den Standpunkt dass das Personenbeförderungsgesetz ein Anhörungsverfahren vorschreibt. (12.2004)

Bahnhof Aumühle komplett elektrisch

Die DB hat Ende 2004 auch das Gleis 3 a in Aumühle, von dem die Regionalbahnen nach Büchen abfahren elektrifiziert. Bislang verkehrten zwischen Aumühle und Büchen Dieseltriebwagen der Baureihe 628. Die Triebwagen der Baureihe 628 waren lediglich für das nicht elektrifizerte Bahnsteiggleis in Aumühle erforderlich. Ab Fahrplanwechsel dem 12. Dezember werden die Regionalbahnen zwischen Aumühle und Büchen mit Loks der Baureihe 112 und 3 modernisierten Silberlingen als Wendezug gefahren. Für den Schülerverkehr werden weitere Zugfahrten eingerichtet und ein Zug von Büchen bis Hamburg-Bergedorf bzw. in der Gegenrichtung durchgebunden. Die RB 11943 fährt von Hamburg-Bergedorf um 12.59 Uhr und die RB 11946 um 14.30 Uhr von Büchen nach Hamburg-Bergedorf. (9.2004)

Kombiwerk in Maschen eingeweiht

Am 12. November 2004 weihte die Bahn Im Güterbahnhof Maschen, das neue Kombiwerk von Railion ein. In einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren ist in Maschen die bestehende Werkstatt der Güterwageninstandhaltung um eine neue Anlage für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Lokomotiven zu einem Kombiwerk erweitert worden. Insgesamt rund sieben Millionen Euro hat die Bahn hier investiert. Das ehemalige Betriebswerk in Hamburg-Wilhelmsburg wurde aufgelöst und ein Großteil des Inventars nach Maschen verlagert. Bei dem Umzug hätte man alles mitgenommen, eine Dampflokachse sei auch noch gefunden worden, die nun bei den restlichen Achsen in Maschen lagert. Ob die Achse ein Überbleibsel aus dem FdE Musem sei, war der Werkleiterin Maja Halver nicht bekannt. Vom 23. auf den 24. Oktober fand der gesamte Umzug von Hamburg-Wilhelmsburg nach Maschen statt. Mit der neuen Anlage wurden die Arbeiten an Lokomotiven in Maschen an einem Standort konzentriert. Somit werden künftig auch Dieselloks in Maschen gewartet.
Die Bahn möchte mit der Kombination der Instandhaltung von Loks und Güterwagen an einem Standpunkt effizienter arbeiten. Gleichzeitig können die Instandhaltungsleistungen für E-Loks ausgeweitet werden. Die am Standort vorgesehenen planmäßigen Stillstandszeiten der E-Loks können optimal für notwendige Reparatur- und Wartungsarbeiten genutzt werden. Dadurch wird eine schnellere und wirtschaftlichere Lok-Instandhaltung gewährleistet. Zusätzliche Aufenthaltszeiten in den Werkstätten sollen dadurch eingespart werden. Die Güterwagenhalle wurde jedoch schon 1978, etwa ein Jahr nach der Eröffnung des Güterbahnhofs Maschen am 7.7.1977 in Betrieb genommen. Auf sechs Arbeitsständen kann auf jeweils bis zu sechs Arbeitsebenen gleichzeitig gearbeitet werden. Die maschinellen und elektrischen Werkstatteinrichtungen ermöglichen alle erforderlichen Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten. So können in kürzester Zeit Motoren, Achsen und Drehgestelle ausgetauscht und die sensible Elektronik der modernen E-Loks behandelt werden. In dem neuen Kombiwerk kommen vorübergehend noch Akku Schlepp Fahrzeuge, kurz ASF zum Einsatz. Wie die Bahn erklärte, sei dies jedoch nur eine Übergangslösung und es sollen in Zukunft Zwei-Wege Fahrzeuge die Loks in und aus der Halle schleppen. Die Halle selber ist nicht mit Fahrleitung überspannt, jedoch können E-Loks aus Stromschienen mit Strom versorgt werden. (11.2004)


Lok auf Schutzgleis entgleist

Bei Gleisbauarbeiten der Hamburger S-Bahn vom 22. November bis zum 11. Dezember an dem Abstellgleis in Wedel, war das Bauzugunternehmen LDS (Logistik Dienstleistungen Service GmbH) beteiligt. LDS aus Eutin, verfügt über zwei Ost V 100, die Lok „grüne Rose“ und „Weißer Beer“. Die Lok „Weiser Beer“ fuhr in der Nacht vom 29. auf den 30. November, auf ein Schutzgleis an dem ehemaligen Güterbahnhof Rissen-Ölweiche mit einem Güterwagen. Bei der Fahrt auf das Schutzgleis hatte die Lok den Prellbock überfahren und schob diesen samt den dahinterliegenden Erdmassen noch ein kleines Stück mit und kam im Zaun von einem Parkplatz, eines Einkaufszentrums zum stehen. Britta Bürger von der S-Bahn Hamburg GmbH sagte zu dem Unglück, dass dabei keine Menschen verletzt wurden. Weiter führte sie aus, dass erst geprüft werden musste ob Signalkabel beschädigt wurden, da die Lok auf einem Kabelkanal zum stehen kam. Lediglich der S-Bahn Betrieb wurde beeinträchtigt, da bedingt durch den Unfall die S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke nicht an der Ölweiche kreuzen konnten. Daher fuhren die S-Bahnen auch in der Hauptverkehrszeit nur alle 20 Minuten bis nach Wedel. Die Lok wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember mit einem Straßenkran geborgen. Ab dem 4. Dezember lief der Betrieb nach Wedel wieder planmässig. (12.2004)

Privatbahnen fuhren trotz Kyrill

Die AKN Eisenbahn AG fuhr auch trotz des Sturms Kyrill am 18. Januar. Ein Interview mit dem AKN Vorstand Johannes Kruszynski in der Zeitschrift der Spiegel, sorgte für bundesweites aufsehen, er hielt eine Stillegung der Bahn für nicht notwendig. Die AKN konnte als Eisenbahninfrastruktur Unternehmen selbst entscheiden, den Betrieb einzustellen oder eben aufrecht zu erhalten, wie Jörg Minga der AKN-Pressesprecher erklärte. Während des Sturms fuhr auch die Regionalbahn Schleswig-Holstein, die Nord-Ostsee-Bahn und die AKN Töchter Schleswig-Holstein-Bahn und Nordbahn. Die Nord-Ostsee-Bahn fuhr lediglich aus Sicherheitsgründen über den Hindenburgdamm nicht im Wendezugbetrieb, doch zeigte sie sich stolz dass sie gefahren ist. Aufgrund der Stürme der vergangenen Wochen war die Instandhaltung der AKN sensibilisiert, auf lockere Bauzäune und Gitter entlang ihrer Strecken zu achten. „Die Lokführer sind vor Dienstbeginn durch den Fahrdienstleiter darauf hingewiesen worden, besonders aufmerksam zu fahren und gegebenenfalls die Geschwindigkeit zu reduzieren“, äußerte der AKN Notfallmanager und Bereitschaftshabender Lars Kühl. „Und für den Fall der Fälle haben wir zusätzliche Kollegen zum Feierabend mit Kettensäge und Gerät zum Entfernen von Bäumen von den Schienen ausgestattet“, so Kühl weiter. Bei der AKN fuhren die Züge während dem Sturm vorwiegend pünktlich bis zum Betriebsschluss. Auch die EVB und der Ostseelandverkehr (OLA) zeigten wenig Verständnis für das Fahrverbot der DB. OLA setzte durch weiter fahren zu können, die EVB fuhr auf ihrem eigenen Netz zwischen Buxtehude und Bremervörde, während zwischen Bremerhaven und Bremervörde zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnbetrieb gekommen ist.
Die DB in Hamburg hatte in der Sturmnacht aufgrund der Betriebseinstellung viele Reisende in Taxis an ihr Ziel befördert, andere auf Hotels verteilt oder in einem ICE übernachten lassen.

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